Wenn aus einer Non-Profit-Idee ein Produkt für den Markt wird
Guppyfriend: Wie Miles und STOP! MICRO WASTE gemeinsam gegen Mikroplastik in den Meeren vorgehen
Ausgangslage: Mikroplastik, Textilien, Meeresschutz, internationale Lieferkette
Leistungsbereich: Blogtext, Nachhaltigkeitskommunikation, Unternehmenskommunikation
Format: Blogartikel
Auftraggeber: Miles GmbH
Thema: Guppyfriend – Kooperation von Miles und STOP! MICRO WASTE gegen Mikroplastik
Textaufgabe: Ein komplexes Umweltproblem erklären und zeigen, wie aus der Idee einer Non-Profit-Organisation gemeinsam mit einem Wirtschaftsunternehmen eine marktfähige Lösung entsteht
Mikroplastik: Wie kaum Sichtbares gewaltige Probleme verursacht
Mikroplastik ist kaum sichtbar – das Problem dahinter gewaltig: Beim Waschen synthetischer Textilien lösen sich winzige Kunststofffasern. Sie gelangen über das Abwasser in Kläranlagen, passieren deren Filtersysteme und landen schließlich in Flüssen und Meeren. Dort werden sie von Tieren aufgenommen und wandern durch die Nahrungskette.
Doch in dieser Geschichte steckt mehr als ein Umweltproblem.
Die Berliner Non-Profit-Organisation STOP! MICRO WASTE entwickelt mit Guppyfriend eine konkrete Lösung: einen Waschbeutel, dessen Gewebe die beim Waschen freigesetzten Kunststofffasern zurückhält.
Miles übernimmt eine andere Rolle. Das Handelsunternehmen optimiert den Herstellungsprozess und bringt Guppyfriend in die Geschäfte. Für die Partnerschaft mit der Non-Profit-Organisation und den Aufbau der internationalen Lieferkette erhält Miles den „Environmental Innovation Prize“ der Sustainable Textile School.
Damit führt die Geschichte vom gesellschaftlichen Anliegen über die Produktidee in Produktion, Lieferkette und Handel. Unterschiedliche Akteure bringen ihre Möglichkeiten ein – und aus einer Idee gegen Mikroplastik wird eine Lösung, die Menschen tatsächlich nutzen können.
Die Herausforderung
Ein Problem zu beschreiben, reicht noch nicht aus, wenn die eigentliche Geschichte darin liegt, wie Menschen und Organisationen es lösen.
Bei Guppyfriend mussten dafür mehrere Ebenen zusammenkommen.
Zunächst muss verständlich werden, weshalb das Waschen von Synthetiktextilien überhaupt zur Belastung der Meere beiträgt. Die Kunststofffasern sind mikroskopisch klein. Der Vorgang bleibt beim alltäglichen Wäschewaschen unsichtbar.
Dann kommt die technische Funktionsweise des Produkts hinzu. Die sehr kleinen Maschen des Guppyfriend-Gewebes halten einen großen Teil der beim Waschen freigesetzten Partikel zurück.
Und schließlich reicht die Geschichte über das Produkt hinaus.
Denn hinter Guppyfriend steht eine Kooperation: Die Idee kommt aus einer Non-Profit-Organisation. Miles bringt seine Erfahrung mit Herstellungsprozessen, Lieferketten und Handel ein. Erst im Zusammenspiel kann aus dem Lösungsansatz ein Produkt werden, das seinen Weg zu den Konsumenten findet.
Mein Ansatz
Der Text setzt dort an, wo das Problem für die Leser konkret wird: in der eigenen Waschmaschine.
Funktionskleidung kommt nach Sport oder Wanderung in die Trommel. Beim Waschen entsteht der Abrieb. Die Kunststofffasern gelangen ins Abwasser, passieren die Filtersysteme der Kläranlagen und erreichen schließlich die Meere.
Damit bekommt ein abstraktes Umweltproblem einen nachvollziehbaren Vorgang.
Erst dann kommt Guppyfriend ins Spiel.
Der Waschbeutel greift genau an dieser Stelle ein. Sein Gewebe hält die freigesetzten Kunststofffasern zurück. Was vorher unsichtbar seinen Weg ins Abwasser genommen hat, bleibt im Beutel und kann über den Hausmüll entsorgt werden.
Doch die Geschichte endet nicht beim Produkt. Sie führt weiter zu den Menschen und Organisationen dahinter.
STOP! MICRO WASTE hatte die Idee. Miles optimierte den Herstellungsprozess und brachte den Waschbeutel in den Handel. So wird aus der Erklärung einer Produktfunktion zugleich die Geschichte einer Kooperation zwischen gemeinnützigem Engagement und wirtschaftlicher Umsetzung.
Was diese Arbeitsprobe zeigt
- Verständliche Vermittlung eines komplexen Umweltproblems
- Entwicklung einer Geschichte vom Problem zur konkreten Lösung
- Verbindung von Non-Profit-Engagement und wirtschaftlicher Umsetzung
- Kommunikation einer Kooperation unterschiedlicher Akteure
- Erklärung einer Produktfunktion aus ihrer gesellschaftlichen Bedeutung heraus
- Verbindung von Innovation, Herstellung, Lieferkette und Handel
- Nachhaltigkeitskommunikation anhand eines konkreten Vorgangs
Warum das wichtig ist
Gesellschaftliche Wirkung entsteht häufig nicht an einer einzigen Stelle.
Eine Organisation erkennt ein Problem und entwickelt eine Idee. Ein Unternehmen bringt Produktionswissen, Lieferketten und Marktzugang ein. Aus diesen unterschiedlichen Möglichkeiten entsteht ein Produkt. Und erst wenn Menschen dieses Produkt nutzen, kann die Idee ihre Wirkung entfalten.
Guppyfriend macht diese Bewegung besonders anschaulich.
Die gesellschaftliche Aufgabe und die wirtschaftliche Umsetzung gehören innerhalb dieser Geschichte zusammen. Der Markt ist dabei kein Gegenpol zur Wirkung. Er ist Teil des Weges, auf dem die Lösung ihre Nutzer erreicht.
Genau deshalb ist diese Arbeitsprobe für meine Arbeit interessant: Sie zeigt an einem konkreten Produkt, wie Kommunikation gesellschaftliche Wirkung, unternehmerische Leistung und wirtschaftliche Umsetzung innerhalb eines Zusammenhangs sichtbar machen kann.
Weitere Beispiele erfolgreicher Projekte und Kundenstimmen finden Sie in meinen Referenzen.
Diese Textprobe ist Teil meiner Arbeit als Texter in Hamburg für komplexe Themen.
Eine starke Kooperation für ein einzigartiges Filtersystem
Mit Guppyfriend unsere Meere schützen
Forscher schlagen Alarm: Fotos von Plastikmüll auf der Meeresoberfläche oder in den Mägen von Tieren erschrecken – doch sie sind nur die Spitze des Verschmutzungs-Eisbergs. Mindestens so gefährlich ist das sogenannte Mikroplastik. Diese Partikel können wir mit dem bloßen Auge gar nicht erkennen. Doch besorgniserregende 1,5 Millionen Tonnen davon (ca. 35 % der Gesamtmenge) werden durch das Waschen von Synthetik-Textilien jährlich in die Ozeane gespült, so warnen die Forscher Julien Boucher und Damien Friot. Das ist sehr schädlich für die Meereslebewesen – und auch für uns: Denn erst gelangt das Mikroplastik in den Organismus der Tiere, dann landet es auf unseren Tellern. Unvermeidbar? Nein! Mit dem einzigartigen Waschbeutel Guppyfriend schützen Sie die Meere – und sich selbst.
Denn das Problem entsteht in der Waschmaschine. Besonders problematisch: Funktionskleidung. Durchgeschwitzt beim Sport oder während einer Wanderung, landet diese sofort nach dem Outdoor-Spaß in der Trommel. Hier wird nun mikroskopisch kleiner Abrieb erzeugt, der über das Abwasser in die Kläranlage gelangt. Dort allerdings flutschen die Partikel durch alle Filtersysteme – und landen schließlich in den Meeren.
Have fun, clean green – mit Mega-Effekt
Die Berliner Non-Profit-Organisation STOP! MICRO WASTE hatte die Idee für Guppyfriend. Miles optimierte den Herstellungsprozess und bringt den Waschbeutel in die Geschäfte.
Bei Guppyfriend trifft mikro auf mikro: Die mikroskopisch kleinen Maschen des Gewebes aus recycelbarem Nylon halten das Mikroplastik zurück. Und zwar mit einem Mega-Effekt: Bis zu 99 % der Partikel bleiben im Beutel. Erst nach mehreren Wäschen werden sie sichtbar. Dann einfach per Hand entnehmen oder direkt in den Hausmüll ausschütten. Schon sind die Gewässer maximal entlastet. Übrigens ist Guppyfriend die einzige Filterlösung am Markt.
Dafür gab es bei der internationalen Fachmesse „OutDoor“ in Friedrichshafen den „OutDoor Industry Award“. Und Miles hat für die Partnerschaft mit der Non-Profit-Organisation sowie den Aufbau der internationalen Lieferkette für Guppyfriend den „Environmental Innovation Prize“ der „Sustainable Textile School 2017“ gewonnen.
Und jetzt sind Sie dran! Nutzen Sie Guppyfriend und retten so Vögel und Meerestiere!
Zwei unterschiedliche Wege, Verantwortung im Geschäft sichtbar zu machen
Bei Guppyfriend beginnt die Geschichte mit einem Umweltproblem und einer Non-Profit-Idee. Miles bringt seine wirtschaftlichen Möglichkeiten ein, damit daraus ein Produkt für den Markt wird.
Bei Cotton made in Africa verläuft die Bewegung anders: Dort führt der Weg vom Handelsunternehmen hinein in die internationale Lieferkette und zu den sozialen und ökologischen Bedingungen der Baumwollproduktion.
Die Arbeitsprobe Miles / Cotton made in Africa zeigt diese zweite Perspektive.
Wie gesellschaftliche oder ökologische Wirkung und wirtschaftliche Leistung gemeinsam erzählt werden können, beschreibe ich auf der Seite Marketing für gemeinwohlorientierte Unternehmen und Organisationen.
Wer hier schreibt: Volker Höinghaus
Ich bin professioneller freiberuflicher Texter, Werbetexter, Copywriter und Storyteller aus Hamburg. Seit über 20 Jahren entwickle ich Texte für Unternehmen, die komplexe Themen verständlich vermitteln, ihre Besonderheiten sichtbar machen, Menschen Orientierung geben und ihre Marke nachhaltig stärken möchten.
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